reims beitrag

Reims genießen: schöne Plätze, Art Déco und Champagner

Das Herz der Champagne ist die Stadt Reims mit ihren rund 180.000 Einwohnern. Sie bietet einen großen Bestand an Stadthäusern aus den 1920er Jahren im Stil Art Déco, schöne Plätze und Boulevards mit Cafés und Brasserien, dazu die Kathedrale und die Basilika Saint-Remi. Umringt wird die Stadt von Weinreben und den berühmten Champagnerhäusern. Das Publikum ist bunt gemischt, die Universität und diverse Hochschulen ziehen viele junge Leute an.

Am Place Drouet d’Erlon

Ein wichtiger Platz in Reims ist der Platz Drouet d’Erlon mit einer belebten Fußgängerzone, vielen Cafés und Brasserien. Zwei Brunnen bestimmen das Bild: Die Fontaine Subé wurde 1906 errichtet und stellt die vier Flüsse der Region dar: Marne, Vesle, Suippe und Aisne. Die krönende goldene Engelsstatue ist weithin sichtbar.

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Reims, Fußgängerzone Place Drouet d’Erlon mit dem Brunnen Fontaine Subé | Foto: Britta Lehna

Der zweite Brunnen ist die Fontaine de la Solidarité. Seit 1977 erfreut das kugelförmige Wasser- und Lichtspiel die Passanten. Besonders schön am Abend!

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Reims, Fontaine de la Solidarité | Foto: Britta Lehna
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In der Fußgängerzone kann man glasgedeckte Passagen und …
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ein nostalgisches Karussell entdecken. | Fotos: Britta Lehna

Art Déco

An der Rue de Vesle kann man die Oper („Grand Théâtre“, 1873) bewundern und viele Art-Déco-Häuser, in denen Banken und Versicherungen ihren Geschäften nachgehen.

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Reims: Oper, außen Belle Époque, innen Art-Déco | Foto: Britta Lehna

Dass es im Zentrum von Reims so viele stattliche Gebäude aus den 1920er Jahren gibt, hat diesen Grund: Reims, schon um 80 vor Christus gegründet, mit einer reichen Geschichte als Bischofssitz, wurde im Ersten Weltkrieg zu 60 % zerstört und in den 1920er Jahren wieder aufgebaut.

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Aus dem großen Schatz der Art-Déco-Bauornamentik | Fotos: Britta Lehna
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Neben der Kathedrale (der wir einen eigenen Artikel widmen) befindet sich die im Jahr 1928 fertig gestellte Bibliothèque Andrew Carnegie im Art-Déco-Stil. Der amerikanische Stahl-Unternehmer unterstützte die zerstörte Stadt Reims mit dem Bau dieser Bibliothek. Wer genau hinschaut, erkennt an der Fassade die steinerne US-amerikanische Flagge und das Stadtwappen von Reims.

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Reims, Bibliothèque A. Carnegie | Foto: Britta Lehna

Vom Place Royale zum Cellier

Der königliche Platz, Place Royale, wurde ab 1757 errichtet. In der Mitte des Platzes befindet sich eine Bronzeskulptur (von Jean-Baptiste Pigalle, 1765), die König Ludwig XV. als römischen Imperator zeigt. Im ehemaligen Hôtel des Fermes ist heute die Unterpräfektur untergebracht.

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Reims, die Place Royale nahe bei der Kathedrale | Foto: Hermann Lehna
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Reims, Maison des Comtes de Champagne und Maison des Musiciens in der Rue de Tambour | Foto: Britta Lehna

Nur noch die Fassade vom Maison des comtes de Champagne und dem benachbarten Maison des Musiciens in der Rue de Tambour ist erhalten geblieben. Die fünf Statuen der Musiker und des Zuhörers schmückten schon im 13. Jahrhundert das Haus. https://www.maisondesmusiciensdereims.com/.

Wenige Schritte weiter öffnet sich ein weiterer Platz mit dem Rathaus von Reims.

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Reims, das Rathaus, im Kern aus dem 17. Jahrhundert | Foto: Britta Lehna

Hôtel Saint Jean-Baptiste de La Salle, Rue de l’Arbalète 4bis: Der Ordensgründer und Pädagoge St. Jean-Baptiste de La Salle wurde im Jahre 1651 in diesem Stadtpalais aus dem 16. Jahrhundert geboren.

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Am Holztor des Hôtel de La Salle
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Renaissance-Portal des Hôtel de La Salle in Reims | Fotos: Hermann Lehna

Champagner in Reims

Reims ist – neben Épernay – das wichtigste Zentrum der Champagnerherstellung. Im Zentrum fällt das Jugendstil-Gebäude des „Cellier“ auf: Es wurde im Jahr 1898 mit Kellerei und Büro in der Nähe des Rathauses errichtet und war zunächst das Stammhaus des Champagnerproduzenten Jules Mumm. In den Jahren 1907 bis 1814 residierte hier die „Union des Maisons de Champagne“.

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Reims, „Cellier“, Rue de Mars 4bis | Foto: Britta Lehna

Ein Hingucker am „Cellier“ sind die Mosaiken des Künstlers Auguste Guilbert-Martin, welche die Herstellung des Champagners darstellen.

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Portal des „Cellier“
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Mosaik am ehemaligen Champagnerhaus „Cellier“ mit den Etappen der Champagner-Herstellung: Remuage – Dégorgement – Dosage | Fotos: Britta Lehna

Überall in der Stadt kann man Champagner genießen, auch Champagner-Menüs werden in den Restaurants angeboten. In und um Reims herum sitzen viele berühmte Champagnerhäuser, wie Veuve Clicquot, Maison Ruinart, Ch. Taittinger, Pommery oder Mumm.

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Reims, Sitz des Champagner-Unternehmens Mumm | Foto: Britta Lehna

Die Firmensitze sind in imposanten Villen untergebracht. Doch vor allem die Kellerstollen im Kalkstein sind eine besondere Sehenswürdigkeit. Wer an einer Führung mit Verkostung interessiert ist, bucht am besten im Voraus: https://www.reims-tourisme.com/de/champagner-und-weintourismus/besuche-in-grosen-champagnerhausern/.

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Champagner in einem Bistro
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„Visite des caves“: Champagner-Keller besichtigen | Fotos: Britta Lehna

Champagner in kleinen Perlen

Der Champagner (frz. le champagne) ist ein Schaumwein, der aus Trauben aus dem Anbaugebiet Champagne (33.500 ha) hergestellt wird.

  • Regeln: streng abgegrenztes Anbaugebiet, vorgeschriebene Pflanzendichte, Ertragsbeschränkung, nur Handlese, schonende und sofortige Pressung, Mindestlagerzeit auf Hefe
  • Rebsorten: vor allem Pinot Noir (Spätburgunder), Pinot Meunier (Schwarzriesling) und Chardonnay.

Weitere Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Champagner

Passende Bücher, die in unserem Blog vorgestellt werden:

reims champagner
In Spiegelungen vereint: Eine Kapelle am Chor der Kathedrale (rechts im Bild) und ein Schaufenster mit Champagner-Angebot. | Foto: Britta Lehna
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Reims, Genius auf der Spitze des Brunnens Fontaine Subé (dieser auch ganz oben im Beitragsbild mit den Personifikationen der vier Flüsse) | Foto: Britta Lehna

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