Gabriele Katz: Monet und die Frauen

katz, monet und die frauen
Buchcover ebersbach & simon: Katz, Monet und die Frauen

Claude Monet revolutionierte mit seinen Werken die Kunstgeschichte, er gilt als wichtigster Vertreter des Impressionismus. Gabriele Katz nähert sich seinem Lebenswerk über die Frauen, die Monet begleitet haben: Camille, Alice, Blanche und einige andere, die Malerinnen oder Unterstützerinnen waren. So erzählt sie auch von einem bislang weniger bekannten Stück weiblicher Kunstgeschichte.

Oscar-Claude Monet wurde am 14. November 1840 in Paris geboren. Im Jahr 1845 zog die Familie Monet nach Le Havre am Atlantik um. Die normannische Küste sollte später immer wieder Thema im Schaffen Monets sein. In Paris setzte Monet seinen Werdegang fort.

Dort lernte er Camille-Léonie Doncieux kennen: Camille war sein Modell (ab 1870 seine Ehefrau), er porträtierte sie in unzähligen Bildern. In ihrem Buch über „Monet und die Frauen“ lässt Gabriele Katz durchblicken, wie mühsam das Leben an Monets Seite gewesen sein muss. Das Geld war stets knapp. Die Gläubiger mussten beschwichtigt werden, während der Maler seine langen Reisen unternahm, bei der Plein-Air-Malerei die Flüchtigkeit des Augenblicks einzufangen versuchte.

Ein wichtiger Förderer Monets war der Kunstsammler Ernest Hoschedé. Als dieser in wirtschaftliche Notlage geriet, zog dessen Frau Alice Hoschedé mit ihren Kindern in das Haus der Monets. Sie pflegte die erkrankte Camille bis zu deren Tod, wurde Monets Geliebte und 1892 schließlich seine Ehefrau.

Monets Malerfreundinnen

Weitere Wegbegleiterinnen Monets waren Berthe Morisot, Marie Bracquemond und Mary Cassatt – ebenfalls bedeutende Impressionistinnen. Durch die Sammlerin und Netzwerkerin Bertha Honoré Palmer gelang Monet schließlich der Eintritt in den amerikanischen Kunstmarkt.

Monets Tochter Blanche Hoschedé-Monet wurde auch impressionistische Malerin. Sie begleitete ihren Vater als Assistentin vor allem in seinen letzten Lebensjahren in Giverny, in seinem Haus mit dem berühmten Garten samt Seerosen-Teich.

Claude Monet starb am 5. Dezember 1926 in Giverny – sein Todestag jährt sich also zum hundertsten Mal. Es lohnt sich sehr, einen neuen Blick auf sein Lebenswerk zu werfen und dabei auch die Frauen zu würdigen, die ihn begleitet oder gefördert haben.

Fazit:

Ein schön zu lesender Band mit viel Hintergrundwissen über Monet, seine Ehefrauen und die Malerinnen seiner Zeit!

Gabriele Katz: Monet und die Frauen

ebersbach & simon 2026, Hardcover, 144 Seiten, 20,00 €
ISBN: 978-3-86915-340-7

Nach oben scrollen