
Eine Liebe in den Zeiten des Krieges: Die junge Claire schließt sich in Paris im Jahr 1943 dem Widerstand an. Sie verliebt sich in ihren Kontakt-Mann zur Résistance, aber er weiß davon nichts. Sie träumt von einem gemeinsamen Leben, das es nicht geben darf.
Claire wartet jeden Nachmittag in ihrer kleinen Pariser Wohnung auf den Mann aus der Résistance, der ihr geheime Mitteilungen diktiert, „Die Fliegenden Blätter“. Er nennt sich Blanche, und er hat ihr klare Anweisungen gegeben: Erscheint er einmal nicht zum vereinbarten Zeitpunkt, soll sie sofort die Wohnung verlassen und sich in Sicherheit bringen.
Doch Claire bleibt. Und sie träumt von einem zukünftigen langen Leben samt Kindern mit ihm: „Ich habe Vorauserinnerungen. Ich schreibe sie ungeordnet hin, sehr schnell, um lebendig zu bleiben.“ So erträgt sie die bedrückende Zeit der deutschen Besatzung, die Einsamkeit in ihrer kleinen Wohnung.
Als Blanche eines Tages nicht zur vereinbarten Zeit kommt, bleibt Claire an ihrer Schreibmaschine sitzen. Bis es an der Tür klopft.
Timothée de Fombelle, erfolgreicher Dramatiker und Jugendbuchautor, hat mit „Das Leben, das wir nie haben werden“ seinen ersten Roman für Erwachsene geschrieben. Der Roman ist mit 96 Seiten kurz und eindringlich, ein ganzes Leben auf wenigen Seiten spannungsvoll verdichtet.
Fazit:
Eine unmögliche, geträumte Liebe!
Timothée de Fombelle. Das Leben, das wir nie haben werden. Roman. Aus dem Französischen von Tobias Scheffel.
dtv Verlag 2026, Hardcover, 96 Seiten, 20,00 €
ISBN: 978-3-423-28574-2
