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Dijon: côté ours – der westliche Teil der Stadt

Dijon (162.000 Einwohner) ist das historische Zentrum von Burgund. Dijon ist zudem die Hauptstadt der Region Bourgogne-Franche-Comté und seit 1958 die Partnerstadt von Mainz.

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Der Eisbär am Namensschild DIJON vor der Cité Internationale | Foto: Britta Lehna

In diesem Artikel „Dijon: côté ours“ geht es um den westlichen Teil der Innenstadt von Dijon. Er ist dem Bären gewidmet, einem Markenzeichen der Stadt. Der östliche Teil rund um den Herzogspalast wird in dem Beitrag „Dijon: côté chouette – der östliche Teil der Stadt“ vorgestellt.

Der Eisbär: l’ours

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Eisbär, Porte Guillaume und der Turm Tour Philippe le Bon begrüßen die Reisenden am Bahnhof von Dijon. | Foto: Hermann Lehna

Schon am Ausgang des Bahnhofs von Dijon begegnet den Reisenden auf einem Plakat der Eisbär, l’ours blanc, der zusammen mit der Eule, der chouette, zu einem Emblem der Stadt geworden ist.

Wenig weiter Richtung Stadtzentrum steht er dann steinern und groß im Park Jardin Darcy.

Der Bildhauer Henri Martinet hat ihn 1937 nach dem Original-Bären seines Lehrers François Pompon geschaffen. Im Musée des Beaux-Arts von Dijon, das sich im Palast der Herzöge von Burgund befindet, ist den Werken von Pompon ein ganzer Raum gewidmet.

Überhaupt spielt die Bildhauerei in Dijon eine große Rolle: Die weltberühmten Figuren des Mosesbrunnens und der Grabmäler der burgundischen Herzöge, etliche Standbilder auf den Plätzen und ein Museum für den Bildhauer François Rude sprechen für sich.

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Der Eisbär im Jardin Darcy über dem Relief mit dem Bildnis von François Pompon | Foto: Hermann Lehna
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Der Eisbär im Jardin Darcy im modellierenden Streiflicht | Foto: H. Trost

Jardin und Place Darcy

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Großzügig angelegte und erfrischende Wasserspiele im Jardin Darcy; im Hintergrund das Darcy-Türmchen. | Foto: Britta Lehna

Zurück zum Jardin Darcy: Als städtebauliches Ensemble zusammen mit der Place Darcy bildet er das westliche Entrée zur Innenstadt.

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Turmarchitektur zu Ehren des Ingenieurs Henry Darcy mit dessen Bronzebüste | Foto: Britta Lehna

Der Park wurde 1880 über einem unterirdischen Wasserreservoir angelegt, das der Ingenieur Henry Darcy zur Versorgung der Stadt errichtet hatte. Es wird von einem tempelartigen Türmchen bekrönt. Über eine aufwendig gestaltete Kaskade strömt Wasser in große Brunnenbassins und sorgt in dieser grünen Oase für Erfrischung.

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Place A.-Dubois: Statue des Bildhauers François Rude, gestaltet 1943 von Pierre Vigoureux. | Foto: Hermann Lehna

Nördlich vom Jardin Darcy verläuft stadtauswärts die Avenue de la 1ère Armée/Av. Victor-Hugo. Sie ist baumbestanden, von schönen Stadthäusern aus Historismus/Jugendstil/Art Déco begleitet und streift die Place Augustin-Dubois mit einem etwas verloren dastehenden Denkmal für den Bildhauer François Rude.

Dieser in Dijon geborene Künstler ist v. a. für sein monumentales Relief „La Marseillaise“ (1836) am Arc de Triomphe de l’Étoile in Paris bekannt.

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An der Avenue Victor-Hugo in Dijon | Foto: Britta Lehna
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In der Avenue Victor-Hugo | Foto: Hermann Lehna
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Ecklösungen in der Avenue Victor-Hugo | Fotos: Britta Lehna
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Zurück zu Darcy: Die Tram hat hier eine stark frequentierte Haltestelle und über die Fußgängerzone der Rue de la Liberté erreicht man schnell das Stadtzentrum.

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Blick aus dem Jardin Darcy auf die Tram-Gleise, die Place Darcy und die Porte Guillaume Richtung Rue de la Liberté | Foto: Hermann Lehna

Auf der sonnigen Freifläche der Place Darcy mit dem kleinen Brunnen „Jeunesse“ sticht die Porte Guillaume ins Auge. Das Triumphtor aus dem 18. Jh. war ursprünglich nach dem königlichen Gouverneur Burgunds, Condé, benannt. Nun verweist es mit seiner Benennung auf den Abt Guillaume de Volpiano.

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Aus dem Jahre 1904: Der Brunnen „Jeunesse“ des Künstlers Max Blondat auf der Place Darcy | Foto: Britta Lehna

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Die Porte Guillaume – Eingangstor zur Innenstadt auf der Place Darcy | Foto: Britta Lehna

Kathedrale und Rotunde

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Seitwärts von der Place Darcy und der Porte Guillaume führt die Rue du Dr. Maret zur Kathedrale Saint-Bénigne | Foto: Britta Lehna

Dieser Abt Guillaume de Volpiano hat an der südlich gelegenen Kathedrale – damals noch Abteikirche – Saint-Bénigne in den Jahren nach 1000 n. Chr. wesentliche bauliche Veränderungen vorgenommen. Die Kirche ließ er zu einer spektakulären romanischen Gebäudegruppe umbauen: Eine Kombination aus mehrschiffiger Basilika, Krypta und einer mehrstöckigen Rotunde. Dieser Rundbau schloss sich östlich an die Basilika an. Die heutige Kathedrale an der Stelle der romanischen Basilika ist demgegenüber ein gotischer Bau des 13. Jahrhunderts. Von der außergewöhnlichen Rotunde ist nach Zerstörungen im Jahre 1792 nur noch das unterste Geschoss erhalten, und zwar unter der Erdoberfläche hinter dem Chor der gotischen Kirche.

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Ansicht des Chors von St.-Bénigne, Beginn 20. Jh. Hinter der Mauer verbirgt sich die Rotunde. | Foto: Henri Ferrand gallica.bnf.fr Bibliothèque Municipale Grenoble

Viertel Rue Monge

Von der nahe gelegenen Place Bossuet aus in südwestlicher Richtung verläuft die Rue Monge mit bürgerlichen und herrschaftlichen Altstadthäusern. Geschäfte und Gastronomie laden zum Schlendern ein. Man quert die Place Émile-Zola. Aus der ehemaligen düsteren Richtstätte an dieser Stelle ist ein angenehmer, sehr belebter Platz mit Bäumen, Brunnen und etlichen Gaststätten geworden.

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In der Rue Monge | Foto: Britta Lehna

Die Cité Internationale de la Gastronomie et du Vin

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Haupteingang der Cité Internationale de la Gastronomie et du Vin | Foto: Britta Lehna

Eine recht junge Attraktion in Dijon liegt am Ausgang der Rue Monge jenseits der Eisenbahnunterführung: die Cité Internationale de la Gastronomie et du Vin, eröffnet 2022.

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An der Cité Internationale: Glockenturm der ehem. Hospital-Kapelle und „DIJON“ zwischen Eisbär und Eule | Foto: Britta Lehna

Ambitionierte Neubauten und die umgenutzten Trakte des ehemaligen Hôpital général von Dijon beherbergen eine Menge von Angeboten rund um die Themen Gastronomie und Wein (Ausstellungen und Verkostungen, Kurse und Ausbildungsstätten, Restaurants, Läden, die Buchhandlung Librairie gourmande), ein Kino und „Le 1204“, eine Einrichtung zur Vermittlung von Architektur und Geschichte. 1204 steht hier für das Gründungsjahr des Krankenhauses.

Nahe bei der Cité bieten dann das Flüsschen Ouche und der Canal de Bourgogne mit seinem kleinen Hafen, eingebettet in Grünanlagen, Erfrischung und Erholung.

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Arzneimittelgefäße aus der Apotheke des ehem. Hospitals, ausgestellt in „Le 1204“, einer kulturhistorischen Einrichtung innerhalb der Cité Internationale. | Foto: Britta Lehna

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