Ausgehend von Neuwiller, über das historisch bedeutsame Bouxviller, weiter über Pfaffenhoffen mit dem benachbarten Brauerei-Standort Uberach, der D 72 folgend, gelangt man in die kleine Ortschaft Walbourg. Sie liegt am Nordrand des großen Waldgebietes Forêt de Haguenau und besitzt mit der Kirche Sainte-Walburge ein Juwel.
Neuwiller-lès-Saverne
Im beschaulichen Neuwiller am Fuß der Nordvogesen überraschen gleich zwei große Kirchenbauten: die ehemalige Abteikirche Saints-Pierre-et-Paul und die unweit gelegene Kirche Saint-Adelphe. Vor allem die erstere fasziniert durch die Kombination von Bauteilen aus verschiedensten Epochen, vom 9. bis ins 19. Jahrhundert.
Auch die Route romane d’Alsace führt zu den in Teilen romanischen Bauten hier in Neuwiller. Auf ihrem weiteren Verlauf im nördlichen Elsass berührt sie auch Marmoutier und Wissembourg.
Saints-Pierre-et-Paul in Neuwiller | Foto: Britta Lehna
Neben Saints-Pierre-et-Paul in Neuwiller: das Denkmal À nos morts. Seit dem 19. Jahrhundert verheerten drei Kriege in Folge das Nord-Elsass: 1870-71, 1914-18, 1939-45. | Foto: Hermann Lehna
Fenster in Neuwiller | Foto: Britta Lehna
Einkaufstipp: Der Hofladen der Ferme Herrenstein in der Rue de la Gare, Neuwiller.
Bouxwiller
Der ehemalige Residenzort der Grafschaft Hanau-Lichtenberg punktet mit vielen Fachwerkhäusern, einem verschwundenen Schloss, dem Musée du Pays de Hanau in der Kornhalle und Schlosskapelle und dem Musée judéo-alsacien in der ehemaligen Synagoge.
Fachwerk in Bouxwiller | Foto: Hermann Lehna
Musée du Pays de Hanau | Foto: Hermann Lehna
Im Zentrum von Bouxwiller: An der Stelle des Schlosses wurde von
der deutschen Verwaltung 1884 das Gymnasium (Lycée) errichtet.
Foto: Hermann Lehna
Kirrwiller
Abstecher in den 500-Einwohner-Ort Kirrwiller mit seinem Music-hall „Royal Palace“ gefällig?
Pfaffenhoffen
Dieser Ortsname gilt als das französische Wort mit den meisten F.
In Pfaffenhofen befindet sich das Musée de l’Image populaire und im Nachbarort Uberach die regional bekannte Brauerei. Weiter auf der D 72 nach:
Walbourg
Am Rande des Dorfes in Richtung Forêt de Haguenau steht das großartige Baudenkmal Sainte-Walburge: eine romanisch-gotische ehemalige Klosterkirche.
Zwischen Dorf und Wald gelegen:
Ste.-Walburge in Walbourg | Foto: Britta Lehna
Chorfenster Das letzte Abendmahl in Walbourg | Foto: Britta Lehna
Im gotischen Chor | Foto: Britta Lehna
Fuß des Sakramentshäuschens aus dem
16. Jahrhundert in Walbourg | Foto: Hermann Lehna
An das schlichte, flachgedeckte Langhaus schließt sich ein eingezogener gewölber Chor an. In diesem gotischen Bauteil ziehen die Glasmalereien alle Blicke auf sich. Datiert 1461, werden sie dem Glasmaler Peter Hemmel von Andlau zugeschrieben. Dieser war in Straßburg ansässig. Seine Werkstatt schuf Glasfenster u. a. am Ulmer Münster und der Kathedrale in Metz.
Weitere Informationen
Kulturelle und touristische Angebote in und um Walbourg können auf der Website „Alsace verte“ aufgerufen werden.




