
Im Hochsommer, im französischen Baskenland, verbringen zwei ungleiche Schwestern eine gemeinsame Woche im Haus ihrer verstorbenen Großmutter. Fünf Jahre Lang hatte Funkstille zwischen ihnen geherrscht. Virginie Grimaldi beschreibt in „Unser Sommer endet nie“, wie sie sich an Ferien, an ihre Kindheit, an ihre komplizierte Familie erinnern und wieder zueinander finden.
Emma und Agathe sind sehr unterschiedlich: Agathe, die Jüngere, chaotisch und hitzköpfig, hat immer den meisten Raum eingenommen, sowohl im gemeinsamen Kinderzimmer als auch in Emmas Herz. Emma fühlte sich in die Rolle gedrängt, stets ihre Schwester beschützen zu müssen. Viele Jahre erfüllte sie diese Rolle, dann nahm sie sich eine Auszeit von ihrer kleinen Schwester. Jahrelang haben Emma und Agathe keinen Kontakt gehabt.
Doch nun ist die von beiden geliebte Großmutter Mima gestorben, und ihr Haus an der französischen Atlantikküste ist verkauft worden. Bevor die neuen Eigentümer übernehmen, ziehen die beiden Schwestern für eine letzte Woche ein. Nun haben sie Zeit, um sich alles Ungesagte zu sagen, das Fehlen der anderen in ihrem Leben wiedergutzumachen und Brücken zu bauen. Erinnerungen steigen hoch, die Familiengeschichte offenbart sich und im Haus gibt es noch einige Entdeckungen zu machen. Emma und Agathe gehen in die Natur, genießen die Aussichten und den wilden Ozean. So entdecken die beiden sich neu.
Der Abschied ist zwar traurig, verspricht aber auch einen starken Neubeginn. Virginie Grimaldi beschreibt einfühlsam und aus wechselnden Perspektiven, wie Emma und Agathe ihre Kindheit und Jugend erlebt haben.
Fazit:
Ein schön zu lesender Sommerroman!
Virginie Grimaldi: Unser Sommer endet nie. Roman. Aus dem Französischen von Sabine Schwenk.
Eisele Verlag 2026, Klappbroschur, 352 Seiten, 17,00 €
ISBN: 9783961612826
