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Dijon: côté chouette – der östliche Teil der Stadt

Côté chouette sei hier der östliche Teil der Innenstadt von Dijon im weiteren und näheren Umkreis der Rue de la Chouette genannt.

Diese Straße verläuft unmittelbar nördlich an der Pfarrkirche Notre-Dame entlang. Ihr Name bezieht sich auf die kleine steinerne Eule, die dort etwas über Kopfhöhe aus einem Stützpfeiler der Kirche herausragt. Die Eule zu berühren soll Wünsche in Erfüllung gehen lassen. Mittlerweile erscheint sie wie ein rundlicher glattpolierter Handschmeichler und ist zusammen mit dem „ours“, dem Bären, ein beliebtes und allgegenwärtiges Markenzeichen für Dijon geworden.

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Die Eule am Namensschild DIJON vor der Cité Internationale de la Gastronomie et du Vin. Links, der Bär. | Foto: Britta Lehna
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Eulen in Dijon allerorten | Foto: Britta Lehna
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Auch essbare Eulen, nämlich aus Lebkuchen | Foto: Britta Lehna
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Die Original-Eule am Pfeiler der Kirche Notre-Dame in Dijon | Foto: Britta Lehna

Notre-Dame

Diese Pfarrkirche wurde von 1220 bis ca. 1250 in gotischem Stil errichtet. Das Innere wirkt wie aus einem Guss, alle Bauteile sind schlank und zierlich proportioniert.

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Notre-Dame, Blick vom dreischiffigen Langhaus über die Vierung zum Chor | Foto: Britta Lehna

Die Fassade zeigt über der dreigeteilten Vorhalle eine einzigartige Schauwand: Zwei Arkadengeschosse mit Säulchen und Wasserspeier-artigen Chimären.

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Notre-Dame, Galerie der Chimären | Foto: Britta Lehna
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Notre-Dame, Fassade mit der Jacquemart-Familie oben am Uhrturm | Foto: Britta Lehna

An einem seitlichen Turmaufsatz oberhalb von den Arkaden sitzt das Ziffernblatt der Turmuhr und die Glocke wird von einem „Jacquemart“ geschlagen. Herzog Philippe le Hardi hat ihn 1382 aus Kortrijk als Siegestrophäe nach Dijon verbracht.

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Notre-Dame mit ihrer Fassade (links) und dem spitzen Vierungsturm | Foto: Britta Lehna
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Notre-Dame, Chorpartie (links) und Säulendämon am Eingangsportal (oben) | Fotos: Britta Lehna

Der Herzogspalast – Palais des Ducs et des États de Bourgogne

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Die Statue des Herzogs Philippe le Bon (1942) vor seinem Palast-Turm und dem Saalbau „Logis“ | Foto: Britta Lehna
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Ein Eingangsportal zum Palast | Foto: Hermann Lehna

Der Herzogspalast und spätere Palast der Stände der Provinz Burgund entwickelte sich seit dem 14. Jahrhundert mit vielen An- und Umbauten zu seiner heutigen Form. Überragt wird er von dem 46 Meter hohen Turm, den Herzog Philippe le Bon nach 1450 hat errichten lassen.

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Im Innenhof Cour de Bar des Palastes. Teile des grundrenovierten Musée des Beaux-Arts. | Foto: Hermann Lehna

Der neben dem Turm liegende Saalbau gehört heute zum Musée des Beaux-Arts.

In dem Saal – Salle des Gardes – befindet sich das monumentale Grabdenkmal des Herzogs Jean sans Peur und seiner Gemahlin Marguerite de Bavière sowie dasjenige des Herzogs Philippe le Hardi.

Von den besten Bildhauern der Epoche ließen die Herzöge ihre Grablege in der Kartause von Champmol gestalten. Dort, am Stadtrand von Dijon, erinnert noch der Mosesbrunnen des Claus Sluter an diese Pracht. Die vorhin genannten Grabmonumente sind später aus dem teilzerstörten Kloster entfernt und im Museum im Herzogspalast gesichert worden, wo sie heute zu den Hauptattraktionen zählen.

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In der Salle des Gardes: Blick auf die Herzogsgräber und den monumentalen Kaminaufsatz. Unten: Der Zug der Trauernden, der „pleurants“. | Foto: Hermann Lehna

Das Haus Valois beherrschte Burgund mit „les Grands ducs d’Occident“, den vier „großen“ Herzögen in Folge, von 1363 bis 1477 (Niederlage des burgundischen Heeres in der Schlacht bei Nancy) und weiter einschließlich der kurzen Regierungszeit der „Erbtochter“ Marie de Bourgogne, bis 1482. Im Jahre 1477 nahm der französische König Louis XI einen Großteil von Burgund für die französische Krone in Besitz.

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Im Palais des Ducs et des Etats de Bourgogne: die Chapelle des Élus | Foto: Britta Lehna

Der ehemalige Herzogspalast in Dijon wurde zum Palais des Etats de Bourgogne und Sitz des Gouverneurs der französischen Provinz Burgund.

Hôtel Lantin – Musée Magnin

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Place de la Libération im Zentrum von Dijon.| Foto: Britta Lehna

Von der Place de la Libération, früher Place royale, zu der sich der Palais des Ducs et des États de Bourgogne mit einem Ehrenhof öffnet, zweigt die Rue des Bons Enfants ab.

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In der Rue des Bons Enfants links: das Musée Magnin | Foto: Britta Lehna

Hier steht das Hôtel Lantin, ein Adelssitz aus dem 17. Jahrhundert. Dieser beherbergt seit 1938 das Musée Magnin. Die Kunstwerke, vorwiegend aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, sind in den historischen Räumen des Adelshofs und einem Museums-Anbau des Architekten Auguste Perret (1930er Jahre) zu bewundern. Eine versteckte Perle!

Adelshöfe: Hôtels

In Dijon gibt es eine Vielzahl von Adelshöfen und historischen Bürgerhäusern. Stellvertretend seien genannt:

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Hotel Aubriot mit mittelalterlicher Fensterlösung im Obergeschoss (restauriert im 19. Jh.) und Barockportal | Foto: Britta Lehna

– In der Rue des Forges, die von der Place François Rude zum Herzogspalast führt, das Hôtel Aubriot (13., 17. und 20. Jahrhundert) und die benachbarte Maison Milsand, errichtet um 1560. Letztere ist mit ihrer üppigen manieristischen Dekoration dem Künstler Hugues Sambin zuzuschreiben, der auch in Besançon tätig war.

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In der Rue des Forges neben Hôtel Aubriot: Maison Milsand | Foto: Britta Lehna

– Zwischen Rue Vauban und Rue Jean-Baptiste-Liégeard das Hôtel Legouz de Gerland (16. bis 18. Jh.) mit seinen Renaissance-Erkertürmchen und dem halbrunden klassischen Innenhof.

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Hôtel Legouz de Gerland | Foto: Britta Lehna

Die Place François Rude und die Halles centrales

Oft fotografiert und beliebter Treffpunkt: die Place François Rude, benannt nach dem Bildhauer Rude (Link), mitten im Verlauf der Einkaufsstraße Rue de la Liberté. Im Zentrum des kleinen Platzes:

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Place F. Rude. Im Zentrum der Brunnen Fontaine du Bareuzai. Rechts die Rue des Forges, die zum Herzogspalast führt. | Foto: Britta Lehna

1. Der Brunnen Fontaine du Bareuzai. Soll heißen „bas rosés“, denn die Statue des jugendlichen Weinlesern stampft die roten (Burgunder-)Trauben in der Bütt. Die Bronzefigur von 1852 wurde im Jahre 1904 auf den neu errichteten Brunnen aufgesetzt.

2. Direkt daneben: ein wundervolles Nostalgie-Karussell. Dessen Straßenbahn-Fahrzeug trägt eine Werbeaufschrift, die auf die Lebkuchen-Tradition von Dijon verweist.

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Karussell und Traubentreter-Brunnen | Foto: Hermann Lehna

Als Platz kann man auch die Markthalle – les Halles centrales – verstehen, ein wenig nördlich von der Place François Rude gelegen. Die Metall-Glas-Konstruktion wurde 1873 bis 1875 errichtet, nach Vorstudien von Gustave Eiffel (*1832, in Dijon!).

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Markthalle in Dijon mit aktueller Glasmalerei des Hermes, antiker Gott der Händler | Foto: Britta Lehna

In der Markthalle und drumherum lädt eine Vielzahl von Ständen, Läden, Gaststätten zu gastronomischen Entdeckungen ein. Modernes Gegenstück zu dieser traditionellen Anlage und aktuelles Aushängeschild von Dijon ist die Cité Internationale de la Gastronomie et du Vin am südwestlichen Stadtrand.

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Bar in der Markthalle | Foto: Britta Lehna
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Weiterer Klassiker aus Dijon: Senf; hier ein Traditionsgeschäft in der Rue de la Liberté. | Foto: Britta Lehna

Dijon: côté chouette – praktisch

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In Dijon, Stadtzentrum: Street Art | Fotos: Hermann Lehna
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Beitragsbild ganz oben: Die Maison Milsand in Dijon (16. Jh.)

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